Katholisches Gemeindezentrum in Kirchheim

Architekt

Kammerer + Belz und Partner

Baujahr

1978 - 1979

Bauherr

katholische Kirchengemeinde St. Ulrich, Kirchheim/Teck

Bauweise

Sichtmauerwerk; Holzrost - Dachkonstruktion

Eingangsbereich der Kirche.jpg

Gemeindezentrum in Kirchheim

Das katholische Gemeindezentrum in Kirchheim-Ötlingen wurde zwischen 1978-1979 gebaut und von Kammerer + Belz und Partner entworfen. Es befindet sich auf einem begrünten Grundstück in einem ruhigen Wohnort in der Urachstraße.
Der Baukörper gruppiert alle Funktionen unter einem Dach. Dabei zeigt sich der Grundriss offen und fließend konzipiert. Die Räume können sich flexibel zu einem großen Saal zusammenschließen lassen. Durch verschiebbare Raumteiler aus Holz können diese getrennt oder zusammen geschaltet werden. Der Altar und zwei Funktionsspangen bilden die massiven Kerne. Zwischen diesen bildet eine offene Struktur im Raster die Räume. Neben dem großen Saal befindet sich in der Gemeinde die Sakristei, zwei Jugendräume, der Gemeinderaum sowie die Küche. Das Holztragwerk, ein Trägerrost mit sichtbaren Konstruktionsdetails, rastert die Fassade. Der massive Sockel besteht aus Ziegelsteinen im Läuferverband. Die Fassade besteht aus massiven und leichten Wänden. Die leichten Wände sind elementartig ausgeführt und bespielen den Bereich zwischen den geschlossenen und gläsernen Paneelen. Die geschlossenen Elemente sind mit diagonalen Holzlatten verkleidet. Die Fenster mit Holzrahmen sind stark spiegelnd. Im Inneren dominieren ebenfalls die Materialien Ziegel und Holz den Raum. Durch die versteckten Dachfenster bekommt der Altarbereich eine besondere Lichtwirkung und wird somit indirekt betont. Im Innen- sowie im Außenraum kann man ein Wechselspiel zwischen runden und eckigen Details, zum Beispiel bei der Formgebung der integrierten Möblierung, beobachten.
 

AC

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