Verwaltungszentrum GENO - Haus

Architekt

Kammerer + Belz

Baujahr

1969 - 1972

Bauherr

Volks- und Raiffeisenbanken

Bauweise

Sockelbau mit Abfanggeschoss; Stahlbeton-Skelettbau

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Verwaltungszentrale GENO - Haus

Das 1972 fertiggestellte GENO-Haus wurde von Kammerer+Belz für die Raiffeisen- und Volksbanken geplant, die in diesem Genossenschaftsbau ihr Verwaltungszentrum ansiedelten. Zum Programm gehören neben Büroflächen auch Sitzungsräume und eine Kantine. In den Flachbauten im Sockelbereich entstanden außerdem Wohnungen, ein Kindergarten und eine Weinstube.
In diesem Programm zeigt sich auch bereits die städtebauliche Leitidee von Kammerer + Belz und Partner. Das GENO-Haus versteht sich als Baustein in einer Neuordnung des Gebietes, welches damals noch vor allem durch Gewerbebauten dominiert war. So entsteht ein öffentlicher Platz, der durch die Kantine, die Weinstube und den Kindergarten bespielt wird. Die erhoffte Veränderungen im Stadtraum rund um die Bundesstraße blieb jedoch aus und so bleibt der Platz bis heute relativ unbelebt.
Der öffentlich dominierte Sockelbereich setzt sich auch in der Gestaltung ab. Er ist massiv gestaltet und durch horizontale Fensterbänder geprägt. Über ihm sitzt auf dem Hauptgebäude ein Abfangsgeschoss, welches die oberen Geschosse auskragen lässt und ein Technikgeschoss beinhaltet. Die Obergeschosse sind in ihrer äußeren Erscheinung durch die geschickt gestaltete Glasfassade geprägt. Vor der Brüstung sitzt in einem Abstand eine Schicht aus demselben Sonnenschutzglas, wie es auch bei den Fenstern verwendet wird. So entsteht eine schimmernde Spiegelfassade die den Maßstabssprung, den das Gebäude an dieser Stelle vollzieht, verschleiert.
 
Mit der Zeit wurde die die Rolltreppe zum Eingang durch eine großzügige Freitreppe und die Rampe zur Tiefgarage durch eine neue Einfahrt ersetzt. Auch im Inneren sind große Teile der Originalgestaltung mittlerweile durch zeitgemäße Eingriffe verändert worden. Die Probleme bei der Erhaltung der kleinen Ladenlokale um den Platz herum weisen Parallelen zur Entwicklung am Kleinen Schlossplatz auf, jedoch bleibt das GENO-Haus weiterhin ein gut funktionierender Verwaltungs- und Veranstaltungsbau.
 

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