RWI Büro- und Geschäftshaus

Architekt

Kammerer + Belz und Partner

Baujahr

1976 - 1978

Bauherr

Rheinisch-Westfällische Immobilienfonds

Bauweise

Stahlbeton-Skelettbau mit vorgehängter Fassade

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RWI Büro- und Geschäftshaus

Kennen Sie die Füßgängerverbindung zwischen Schloss- und Stadtgarten? Die Lautenschlager Passage, die durch das RWI Büro- und Geschäftshaus führt und die daran anknüpfende Fußgängerbrücke machen diesen direkten Weg möglich. Diese, die Stadt einbeziehenden Planungsansätze sind an vielen der Projekte des Büros Kammerer + Belz und Partner in der Stuttgarter Innenstadt ablesbar. Unmittelbar nach Fertigstellung des Projekts war die Passage jedoch mehr als ein Erschließungsweg, Läden und Restaurants in und an der Passage belebten den öffentlichen Raum. Die Fassaden des Gebäudes gehen auf die verschiedenen städtebaulichen Situationen ein, die es umgeben. Während es  sich zum lauten Verkehr der Friedrichstraße hin schließt, gibt es sich zur heute ruhigen Lautenschlagerstraße offener. Dort ist ein vorgelagerte Platz mit Sitzmöglichkeit im Freien angelegt, der die Haltung des Büros, stets Architektur und den öffentlichen Raum gemeinsam zu denken, zum Ausdruck bringt.
Das RWI Büro- und Geschäftshaus ist als multifunktionales Gebäude geplant. Die Passage und die Läden im Erdgeschoss wirken als Erweiterung des Stadtraumes. In der Mitte des Baus liegt ein zentraler Zugang zu den Bürogeschossen, die als Mietbüros konzipiert worden sind. Im Dachgeschoss an der Lautenschlagerstraße befinden sich einige kleine Wohnungen. Wie bei vielen anderen von Kammerer und Belz entworfenen Gebäuden ist die Fassade des Gebäudes mit Kupferblech verkleidet. Rückblickend schreibt Kammerer: “Inzwischen ist das Kupfer weitgehend patiniert, vom ursprünglich aufdringlich goldenen Ton zum heutigen Schwarz-braun, das die geplanten Farben des Baus wirksam werden lässt: dunkelrote Fenster, hellroter Klinkerbelag auf dem kleinen Platz an der Lautenschlagerstraße.” (Kammerer + Belz, 1985)
 

MT

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